Sanierung der L116 wird im September beginnen

Veröffentlicht am 03.08.2019 in Pressemitteilung

Andernach. Wegen der anstehenden Sanierung der Landesstraße „L116“ hatte der Andernacher Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Andernacher SPD, Marc Ruland, MdL zu einem Gespräch mit dem Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz (kurz LBM) eingeladen. Neben den Ortsvorstehern Petra Koch und Andreas Lehmann (CDU), nahmen auch Oberbürgermeister Achim Hütten sowie der Nickenicher Bürgermeister Detlev Leersch (CDU) am Austausch teil. Im Mittelpunkt stand die bevorstehende Vollsperrung der L116 im Rahmen der Erneuerung und Verbreiterung der Landesstraße, die insbesondere die Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile Eich und Kell und der Ortsgemeinde Nickenich betrifft.

„Wir hatten im Vorfeld einen umfangreichen Fragenkatalog erarbeitet, den wir gemeinsam mit dem LBM erörtern konnten“, erklärt die 1. stellvertretende SPD-Stadtverbandsvorsitzende Ulla Wiesemann-Käfer. Am 2. September werden die umfangreichen Baumaßnahmen starten, die sich in drei Bauabschnitte aufteilen: ein Abschnitt erstreckt sich von der Kreuzung K 58/ L 116 ca. 500 m in Richtung Nickenich. Ein zweiter Abschnitt reicht von der Kreuzung K 58/ L 116 bis zum Kreisverkehrsplatz SHD am Ortseingang Andernach. Beide Abschnitte werden jeweils unter Vollsperrung gebaut. Der dritte Bauabschnitt umfasst einen Teil des Kreisverkehrsplatzes in der Ortsdurchfahrt Andernach. Der Verkehr wird hier durch eine Ampel geregelt. Mit welchem Bauabschnitt begonnen wird, entscheidet sich in der 32. Kalenderwoche in Abstimmung mit der ausführenden Firma.

Hintergrund der kritisierten Vollsperrung ist, dass im Dezember die „Technischen Regeln für Arbeitsstätten“ (ASR A5.2) eingeführt wurden. Die L116 ist derzeit zu schmal, um eine einseitige Fahrbahnführung während der Bauarbeiten errichten zu können. „Daher führt leider an der Vollsperrung kein Weg vorbei.“, betont Martin Riehl vom LBM. „Wir bemühen uns aber natürlich, die mit der Baustelle verbunden Einschränkungen, so gering wie möglich zu halten.“ Daher war es für die SPD auch ein besonderes Anliegen, dass der LBM noch einmal überprüft, ob es – wie in der  Vergangenheit auch schon geschehen – möglich wäre, den Verkehr teilweise über die „Alte Chaussee“ umzuleiten. „Somit hätten die Bürgerinnen und Bürger die Wahl, ob sie an der Ampel stehen oder die Umleitung über Kruft oder das Brohltal nutzen.“, erklärte Marc Ruland, Vorsitzender des SPD Stadtverbandes, MdL. Diesen Prüfauftrag hat der LBM mitgenommen. Der LBM wird alles dafür tun, um eine Winterbaustelle zu vermeiden, die Bauarbeiten sollen in den Wintermonaten komplett ruhen und die L116 komplett befahrbar sein. Weiterhin soll in den kommenden Wochen der Fahrplan für die Schulbusse ausgearbeitet werden, damit dieser so früh wie möglich bekanntgegeben wird, um Planungssicherheit für die Schulkinder aus Eich, Kell und Nickenich zu haben.

Am 20. August findet schließlich eine gemeinsame Pressekonferenz der Stadt Andernach und dem LBM statt, in der über das weitere Vorgehen informiert wird. Ein weiterer wichtiger Punkt, insbesondere für berufstätige Eltern, ist die Möglichkeit der „verlängerten Betreuung“ an der Eicher KiTa. Die Stadt werde hier eine Bedarfsabfrage durchführen, um zu eruieren, ob und wie viele Eltern eine Betreuung noch vor 7:00 Uhr benötigen würden, damit sie es wegen der Umleitung pünktlich zur Arbeit schaffen. Eine „vorverlegte Betreuung“ an der Grundschule solle außerdem durch die Stadt geprüft werden.

Besonders kurios erscheinen der SPD die Forderungen und Diskussionen, die der Lokalpresse in den vergangenen Wochen zu entnehmen waren. Die AfD schürte hier irrationale Ängste, indem sie behauptete, dass die Notfallversorgung durch die Rettungsdienste nicht gewährleistet sei. „Das ist mir völlig unverständlich,“ erklärt Ulla Wiesemann-Käfer „schließlich war AfD-Mann Esser bei der Ortsbeiratssitzung in Eich anwesend, in der darüber informiert wurde, dass und wie die Versorgung durch die Rettungsdienste sichergestellt sei. Es ist absolut unverantwortlich, wie man wider besseren Wissens solche Falschbehauptungen aufstellen kann, um hier Ängste aufkommen zu lassen“, bekräftigt Wiesemann-Käfer weiter. Fakt ist: die Rettungskräfte werden den Fahrradweg ab dem Kirchberg und dann die „Alte Chaussee“ nutzen, um die Eicher und Nickenicher Bürgerinnen und Bürger im Notfall schnell zu erreichen.

Auch das Thema Fahrradwege, das seitens der CDU für Presseberichte herangezogen wurde, sprach die SPD beim LBM an. Der LBM hatte im Vorfeld der Baumaßnahmen geprüft, ob die Errichtung eines Fahrradweges parallel zur Fahrbahn möglich gewesen wäre. Das dem Land gehörende „Teilstück“ der L116 ist in diesem Bereich aber zu schmal. Es hätten neue Grundstücke erworben werden müssen, was sich oft als äußerst schwierig erweist, da es hier eine sehr große Zahl anliegender Eigentümer gibt.

Dafür wird aber die Kritik der fehlenden Fahrradweg-Beschilderung aufgegriffen und von Kruft aus kommend diese erneuert bzw. erstellt. „Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen des Gesprächs,“ betont Marc Ruland „auch hier zeigte sich wieder einmal, dass es besser ist miteinander zu reden, statt übereinander. Weiterhin sind wir zuversichtlich, dass der LBM sehr bemüht ist, die Bauarbeiten so schnell wie möglich durchzuführen, damit der Verkehr so schnell wie möglich wieder ins Rollen kommt.“

 
 

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