„Andernach braucht einen City-Manager!“

Veröffentlicht am 23.05.2019 in Pressemitteilung

ANDERNACH. „Der Buchhandel jammert auf hohem Niveau“, ist sich Nicole Anker, Inhaberin des Geschäfts „Ankerbuch-Bücher und mehr“ in der Andernacher Innenstadt sicher. Noch immer wäre die Lust am Lesen für viele Menschen ungebrochen. Dennoch müsse man den Kunden heute mehr als nur ein reines Produkt bieten können. Ihr Credo seit 15 Jahren: Ankerbuch ist „nachhaltig, regional, inhabergeführt.“ Neben Büchern und gemütlicher Atmosphäre bietet der kleine Laden in der oberen Wallstraße auch verschiedene Tee- und Kaffeespezialitäten, sowie regelmäßige Lesungen und Sonderveranstaltungen an.

 

Dass Nicole Ankers Konzept aufgeht, davon konnten sich die Andernacher Sozialdemokraten um ihren Fraktionsvorsitzenden Marc Ruland (MdL) jüngst vor Ort selbst überzeugen. Gemeinsam sprachen die Mitglieder des SPD-Stadtverbandes hier über Möglichkeiten zur Belebung der Innenstadt. „Unsere Stadt braucht einen City-Manager, der sich nur um die Belange der Einzelhändler kümmert und ein nachhaltiges Konzept zur Belebung der Innenstadt aufstellt und umsetzt“, ist Nicole Anker überzeugt. Ihrer Meinung nach sei das derzeitige Stadtmarketing zwar bereits gut aufgestellt, „aber leider mit diesen Aufgaben überfordert“.

Dem pflichtet Marc Ruland bei und erläutert: “Die Aufgaben des Stadtmarketings bestehen darin, eine Dachstrategie für unsere Stadt durchzusetzen und beispielsweise die Förderung des Tourismus in Angriff zu nehmen. Ein City-Manager hingegen konzentriert sich allein auf das Zentrum der Innenstadt. Er hat die Aufgabe, ein Innenstadtmarketing-Konzept aufzustellen und das Profil einer Stadt zu schärfen. Mit externen Experten wollen wir ein ganzes Stadtentwicklungskonzept aufstellen, denn diese Idee fußt auf den Bedürfnissen der Bürger aus der gemeinsamen Entwicklung des Leitbildes. Das Stadtentwicklungskonzept soll Andernach in die Zukunft führen und u.a. folgende Bereiche abdecken: bezahlbares Wohnen, neue Bauplätze, Digitalisierung, Kita-Entwicklung, medizinische und pflegerische Versorgung und noch viel mehr.“

Die Einrichtung eines Citymanagements käme dabei nicht nur den ökonomischen Interessen der Einzelhändler entgegen, sondern hätte das Potenzial, die Interessen Einzelner in einem Konzept zusammenzuführen, um gemeinsam gegen den Leerstand in der Innenstadt vorzugehen. Nicole Anker fügt diesbezüglich noch hinzu, dass die Bemühungen zum „First Friday“ bereits zeigen, wie so ein Konzept funktionieren könnte: mit Möglichkeiten gegenseitigen Austauschs und einem stärkeren Marketing zu bevorstehenden Veranstaltungen.

„Das Thema Parken spielt bei solchen Veranstaltungen natürlich auch eine Rolle. Hier lassen wir derzeit prüfen, ob es über die Anschaffung modernerer Automaten nicht eine Möglichkeit gibt, mit dem gelösten Parkticket für die innerstädtischen Tiefgarage zu beliebiger Zeit herausfahren zu können.“, merkt Ruland abschließend an.

 
 

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